BIPV-Blog

Fortbildungsveranstaltung der Architektenkammer Niedersachsen zu BIPV durchgeführt vom BAIP

Samira Aden und Thorsten Kühn vom BAIP, der Beratungsstelle für BIPV am Helmholtz-Zentrum Berlin, sind die Referenten einer Fortbildungsveranstaltung der AK Niedersachsen

Bauwerkintegrierte Photovoltaik : Architektur – Gestaltung und Ausführung
18. Mai 2020, in Hannover

Die Integration von Photovoltaik (PV) in die Gebäudehülle bildet einen zentralen Baustein für die zukünftige klimafreundliche Energieversorgung der Gesellschaft. Zur Erschließung des großen Potenzials für die PV im Gebäudebereich kommt der bauwerkintegrierten Photovoltaik (BIPV) eine besondere Rolle zu. BIPV zeichnet sich dadurch aus, dass Photovoltaikelemente integraler Bestandteil der Gebäudehülle sind und zu multifunktionalen Bauelementen werden. Diese unterscheiden sich in vielen Punkten von klassischen Aufdach-Solaranlagen, da unter anderem sowohl ästhetische als auch energetische Qualität erzielt werden will.

Im Seminar werden Praxisbeispiele und Ausführungsdetails erläutert und alle wichtigen Aspekte zum aktuellen Stand der bauwerkintegrierten Photovoltaik vermittelt. Dies beinhaltet auch einen Einblick in die Photovoltaikforschung, beschreibt deren Herausforderungen, zeigt Lösungsansätze und gibt Ausblick auf Zukünftiges.

Näheres zum Inhalt des Seminars, zum Veranstaltungsort und zur Anmeldung gibt es hier.

Die Veranstaltung wird für die Eintragung bzw. Verlängerung der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes (bei der dena) mit 4 Unterrichtseinheiten Wohngebäude, 4 Unterrichtseinheiten Energieberatung im Mittelstand, 4 Unterrichtseinheiten Nichtwohngebäude angerechnet.

ETIP PV Conference 2020 on Integrated Photovoltaics ‘I3PV – Integrated, Innovative, Intelligent’

I3PV – Integrated, Innovative, Intelligent
5.-6- Mai 2020, in Brüssel

The future of the energy system is electric. The future is solar PV!

By 2050, when the world must achieve carbon neutrality, ETIP PV’s forecast based on conversion efficiency improvements and Solar PV’s declining cost is that solar PV will supply 70% of the world’s electricity generation. We will use solar PV to move, heat, cool, drive eco-friendly industrial processes and produce fuels. Solar PV will be deployed everywhere, in systems large and small, designed for productivity and aesthetics as required.

“Integrated PV” (PV deeply embedded into components used in the building industry or car industry, for example) will play a key role in this scenario. This will be a profitable market for Europe, with high potential for growth, which will bring numerous business opportunities. It needs R&D attention and accelerated innovation.

This conference will highlight the latest advances in all major Integrated PV applications and how they will contribute to the energy transition as well as EU-based value creation. Industry leaders, scientists, engineers and policy makers are invited to join the debate on 5&6 May in Brussels!

More information and registration.

Conference flyer: ETIP PV Conference 2020 on Integrated PV

Architektur und PV – die Schöne und das Biest?

Infoveranstaltung für Architektinnen und Architekten:

Architektur und PV – die Schöne und das Biest?
am 26.09.19, von 13:30 – 16:30 Uhr im Effizienzhaus Plus, Fasanenstr. 87a, 10623 Berlin

Bauwerk- oder gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) ist kein neues Konzept, wird jedoch oft bei der Planung von Neubauten und Sanierung von Bestandsgebäuden nicht berücksichtigt. Mangelndes Wissen über BIPV und deren (Gestaltungs-)Potentiale stellen ein großes Hindernis dar. Durch unsere Veranstaltung möchten wir Architekt*innen über die Chancen und Herausforderungen von BIPV informieren, Fallbeispiele vorstellen und einen Einblick in Betreibermodelle für PV-Anlagen geben.

Zu Programm und Anmeldung

Veranstaltungshinweis: 1. Symposium Solares Bauen am 26.09.2019 in Zürich

Am 26. September 2019 findet in der Schweiz das 1. Symposium Solares Bauen in Zusammenarbeit mit der österreichischen Technologie Plattform Photovoltaik TPPV, TEC21, SUPSI, solarchitecture.ch und dem schweizerischen Fachverband für Sonnenenergie Swissolar statt. Diese Veranstaltung bietet die seltene Möglichkeit des anregenden Austausches zwischen der Solarbranche, Architekten und anderen Akteuren der Baubranche im deutschsprachigen Raum.

Solare Architektur ist ein integratives Konzept, das die Themenbereiche Technik, Gestaltung, Konstruktion, Ökologie und Ökologie optimal vereint. Was heisst das nun praktisch? Wie können Projekte solarer Architektur angegangen werden? Was sind die passenden Rahmenbedingungen? Wie passt solare Architektur in die Stadt- und Landschaftsentwicklung? Welche Möglichkeiten an Technik und Integration bestehen aktuell? Erfahren Sie mehr über diese Fragestellungen und tauschen Sie sich mit wichtigen Akteuren der solaren Architektur aus. Lernen Sie praktische Beispiele kennen und besichtigen Sie im Rahmen einer Kurzexkursion ein bereits realisiertes Gebäude.

Mehr Informationen und Anmeldung unter www.swissolar.ch/sysb2019.

Mitglieder der Allianz BIPV erhalten 10 % Rabatt. Den Promotion-Code finden Sie im Mitgliederbereich des BIPV-Portals der Allianz BIPV.

Text: Swissolar

Wir stellen ein! 2 Mitstreiter*innen (Architekt*in und Ingenieur*in) für

Unterstützt durch die Helmholtz-Gemeinschaft und in Zusammenarbeit mit

  • der Bundesarchitektenkammer und Landesarchitektenkammern
  • der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB)
  • der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW)
  • dem Reiner-Lemoine-Institut
  • der Allianz BIPV

entsteht am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) zurzeit eine

nationale Beratungsstelle für bauwerkintegrierte PV.

Unser Ziel ist es, durch konkrete Information über kreative bauliche und technische Lösungsmöglichkeiten, regulatorische Aspekte und praktische Erfahrungen die Integration von Photovoltaik in Gebäuden zu fördern und so BIPV zu einer normalen Option bei zukünftigen Bau- oder Sanierungsvorhaben werden zu lassen.

Für den Aufbau und die Weiterentwicklung unseres Beratungsangebotes und für die fachspezifische Beratung der initialen Akteursgruppe von Bau- und Sanierungsvorhaben aus Architektur, Planung und Bauherrenschaft suchen wir aktuell

Bei Interesse finden Sie weitere Informationen unter den obigen Links bzw. unter www.hz-b.de/baip.

 

Kontakt
Dr. Björn Rau
Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH
Telefon +49 30 8062 12160

Mitgliederversammlung der Allianz BIPV e.V. am 14.05.2019 in München

Die nächste Mitgliederversammlung der Allianz BIPV e.V. findet statt am Vorabend der InterSolar

 

14.05.2019, 18.00 bis 22.00 Uhr,

im Holzfasskeller des Pschorr,

Viktualienmarkt 15 in München

(https://www.der-pschorr.de)

 

Die Allianz BIPV e.V. hat in diesem Jahr eine Kooperation mit dem Veranstalter der “EM-Power” geschlossen, der Fachmesse für intelligente Energienutzung in Industrie und Gebäuden im Rahmen von “The Smarter E Europe”. Die Allianz BIPV e.V. wird daher in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem eigenen Messestand Teil der “The Smarter E Europe” sein.

Zu diesem Anlass findet die nächste Mitgliederversammlung der Allianz BIPV e.V. in entspannter Atmosphäre am Vorabend der Messe in München statt. Wir freuen uns, hierfür den urigen Holzfasskeller des Pschorr – einer echten Münchner Institution – zur Verfügung zu haben. Eingeladen sind alle Mitglieder der Allianz BIPV e.V., aber auch all jene, die ein Interesse an einer Mitgliedschaft der Allianz BIPV und den Verein näher kennenlernen möchten.

Die Tagesordnung zur Mitgliederversammlung sowie weitere Informationen zum Messestand der Allianz BIPV werden rechtzeitig vorher per E-Mail an alle Mitglieder geschickt. Zur besseren Planung bitten wir für die Teilnahme an der Mitgliederversammlung um eine kurze, informelle Nachricht an post@allianz-bipv.org.

Baden Württemberg veröffentlicht Erläuterungen zur Errichtung von PV-Anlagen

Liebe Freunde der BIPV,
das Land Baden-Württemberg hat Erläuterungen zu den aktuellen baurechtlichen bestimmungen bei der Errichtung von PV-Anlagen veröffentlicht. Das Papier klärt den rechtlichen Rahmen und listet die Anforderungen auf, wie sie sich aus der Musterverwaltungsvorschrift Technsiche Baubestimmungen ergeben. Es kann kostenfrei auf den Seiten des Ministeriums für Umwelt. Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg unter folgendem Link heruntergeladen werden:

https://um.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-um/intern/Dateien/Dokumente/3_Umwelt/Baurechts-_und_Bergbehörde/181102_PV-Erlaeuterungen-BW.pdf

Plusenergie-Mehrfamilienhaus in Stuttgart-Möhringen mit weltweit erstmaliger Verwendung von OPV in den Balkon-Glasbrüstungen

Das geplante Mehrfamilienhaus erreicht im Effizienzhaus Plus Standard einen bilanziellen Jahresüberschuss von etwa 16.500 kWh.
Das Ziel AktivPlus wird mit folgenden Komponenten erreicht:

Thermische Gebäudehülle im KfW 55 – Standard, 70 kWp kristalline PV auf dem Flachdach, 10 kWp OPV-Elemente in den Glas-Balkonbrüstungen,
Batteriespeicher mit 275 kWh Strom, Nutzung von Umweltwärme mit 55 lfm Abwasserwärmetauscher, Frischwasserstationen zur Trinkwasser-Erwärmung.

Balkonkraftwerke – weltweit erstmalige Nutzung von Organischer Photovoltaik in den Glas-Balkonbrüstungen.

Von den Architekten selbst entworfene Glasbrüstungselemente mit innenliegenden OPV-Folien können ihren Strom direkt in die dahinter liegenden Wohnungen abgeben.
Die geringen Strommengen genügen, um Bedarfe für Elektrogeräte im Stand-By Modus und weitere Kleingeräte mit Energie zu versorgen.

Vollständige Integration von Elektromobilität. Jeder der 22 Wohnungen erhält in der Tiefgarage eine eigene 11-kW-Elektroladestation. Um die Versorgung der E-Fahrzeuge netzdienlich zu ermöglichen, wird der von der PV-Anlage auf dem Dach und den OPV-Elementen in den Balkonbrüstungen regenerativ erzeugte Strom in einer sehr großen Batterie zwischengespeichert und bei Bedarf verbraucht. Da durch diese Technik keine wesentlichen Verstärkungen des vorgelagerten Stromnetzes notwendig werden, entfällt ein großes Hindernis beim Aufbau einer zukunftsorientierten Ladeinfrastruktur

Das Bauvorhaben wird vom BMWi im Rahmen des Förderprogramms ” Energieeffiziente Gebäude 2050 – Innovative Vorhaben für den nahezu klimaneutralen Gebäudebestand 2050″ gefördert. Baubeginn im November 2018.

Vernetztes AktivPlus-Quartier Bad Kreuznach

Das Solarquartier Bad Kreuznach stellt mit seinen 28 stromproduzierenden Gebäuden eine Energieinsel in einem Neubaugebiet mit etwa 300 Bauplätzen dar. Die AktivPlus-Gebäude produzieren mit Ihren Photovoltaikanlagen im Jahr rund 152.000 kWh mehr an regenerativem Strom, als die Gebäude und ihre Bewohner verbrauchen.

Es gibt als Energiequelle kein Gas und keine anderen fossilen Brennstoffe. Strom ist der alleinige Energieträger des AktivPlus-Quartiers. Somit entstehen lokalen keine Co2-Emissionen und mit den Überschüssen können 42 weitere Haushalte mit Energie versorgt werden oder auch rund 750.000 km mit Elektrofahrzeugen gefahren werden. Die Stromüberschüsse werden in einer zentralen Quartiersbatterie mit 1 MWh Kapazität zwischengespeichert und können als Quartiersstrom in der Gemeinschaft genutzt werden.

Das Projekt wurde beim den diesjährigen GreenTec Awards 2018 mit dem 2.Preis in seiner Kategorie prämiert. Der GreenTecAward gilt als der international bedeutendste Umweltpreis und hatte in diesem Jahr 400 eingereichte Beiträge aus 137 Nationen.

Das Projekt folgt unserem Credo „Building as a powerplant and filling station“. Mit dem Stromüberschuss wird eine E-Mobil Carsharing Flotte und ein öffentlicher Supercharger mit einem 350 kW-Lader und zwei 150 kW-Ladern betrieben.

Unser wichtigstes Ziel, dem sich alles andere unterzuordnen hat, heißt CO2-Performance. AktivPlus bedeutet für uns als Zielvorgabe negative CO2-Gebäudebilanzen. Sie sind das Gebot der Stunde. Für die Gebäude im Solarquartier Bad Kreuznach garantiert der Hersteller vertraglich eine negative Co2 Bilanz für eine 60-jährige Nutzungsdauer.
Für die Holzspansteinwände, den Dachstuhl und sonstige Holzwerkstoffe werden pro Haus (bei 145 m2 Wohnfläche) rund 19 m3 Holz verbaut. Jeder davon bindet 1 Tonne CO2. Macht 19 Tonnen Kohlendioxid-Einsparung pro Haus für die Eröffnungsbilanz. Insgesamt werden im Quartier pro Jahr etwa 328.000 kWh Solarstrom regenerativ erzeugt. Dies führt zu vermiedenen CO2-Äqivalentemissionen von rund 152 Tonnen pro Jahr.

Die serielle Vorfertigung der Bauelemente im Werk bietet nicht nur bessere Qualität im Vergleich zur konventionellen Bauweise, sondern schont durch die reduzierten Anfahrten zur Baustelle auch wertvolle fossile Ressourcen (Benzin und Diesel) und trägt so zur Verminderung der grauen Energie während des Herstellungsprozesses der Gebäude bei. Die Gebäudehülle entspricht dem deutschen KfW 55-Standard, was einen Verbrauch von ca. 35 kWh/m2a bedeutet.

Das Projekt wurde bei den GreenTecAward 2018 mit 400 Beiträgen aus 137 Ländern mit dem 2.Preis in seiner Kategorie prämiert.